Nachdem wir im September 2016, mit dem Goldsteig Ultra Race,  das schönste, aber auch herausforderndste und zeitaufwändigste Projekt gemeistert haben, war die Devise für 2017, alles  etwas ruhiger anzugehen.

Das ist dann doch immer leichter gesagt, als getan, aber Fakt war, wir haben uns keinen Lauf vorgenommen, der nur ansatzweise an die Goldsteig Distanz von 600 km ran kommen sollte.

Langweilig sollte das Jahr dennoch nicht werden.

Januar bis März 2017

In den ersten 3 Monaten des Jahres waren keine Wettkämpfe geplant und so bleibe viel Zeit für diverse Trainingsläufe in den Alpen und dem Bayerischen Wald. Unsere neu angeschafften Schneeschuhe waren dabei häufiger Begleiter auf diversen Touren, weil der Winter doch recht lange Einzug gehalten hat.

 Im März rief Michael Frenz dann zum 2. mal zur I Run 661 Challenge auf. Hierbei ging es darum, im Monat März 661 km zu laufen. Jede Woche haben alle Teilnehmer ihre Kilometer gemeldet, so dass der aktuelle Stand immer online abrufbar war.   Positiv für mich war, dass ich im März wirklich richtig viele längere Läufe gemacht habe, obwohl ich das 661 km Ziel dann  am Ende nicht geschafft hab. Aber der Faktor Zeit und andere Prioritäten im Leben, haben mir es einfach nicht möglich gemacht jeden Tag einen Halbmarathon zu laufen.

Verzweigung Goldsteig Nordroute - Südroute
Verzweigung Goldsteig Nordroute – Südroute

 

April bis Juni 2017

Am letzten Märzwochenende stand dann das erste Event des Jahres auf dem Programm. Ich hatte mir hierfür einen Etappenlauf in der Pfalz ausgesucht. Der Pfälzer Berglandtrail ist wirklich ein „Geheimtipp“. Der Trail wird von Günter Bergs und seinem  Team mit so viel liebe zum Detail organisiert, dass es den Läufern wirklich an nichts fehlt. An 3 Tagen ging es auf 130 km durchs Kuseler Musikantenland.

Im April steht dann der Harzer Hexenstieg Ultra über rund 220 km an. Zwei mal bereits war ich für diesen Lauf angemeldet und konnte dann doch nicht starten. Diese Jahr sollte es denn endlich klappen. Zusammen mit Christine habe ich mich auf den Weg nach Osterode im Harz gemacht. Während Christine an den VP´s für das leibliche Wohl von uns Läufern sorgte, machte ich mich auf die 220 km unter die Füße zu nehmen. Daraus entstand dann eine wahnsinnig tolle Teamleistung die uns ein Finish auf dem 2. Platz möglich machte und ich habe auf alle Fälle 3 neue Lauffreunde gefunden,  die ich im Laufes des Jahres teilweise noch einmal treffen werde.

Leider habe ich in der Euphorie des Hexenstiegs wohl zu hart trainiert, was ich mit Knieschmerzen büßen musste.

Dennoch freute ich mich auf den Pfreimdtaltrail, entlang des Goldsteigs, den unser Lauffreund Tom mit viel liebe organsiert hat. Hier gab es dann auch ein Wiedersehen mit meinem TAR 2016 Partner Thorsten und Thomas einem Goldsteig Mitstreiter den ich 2016 kennengelernt hatte. Bei einem gemeinsamen Bierchen haben wir auch dieses  Event ausklingen lassen.

Danach folgte für mich ein auf und ab mit viel Arbeit, Knieschmerzen und viel zu wenig Zeit Outdoor. Aber der WiBoLt, ein Lauf entlang des 320km langen Rheinsteigs kam mit großen Schritten näher. So nutzen ich dann das schöne Wetter nochmal für ein paar lange Einheiten bevor ich dann zum Start nach Wiesbaden aufgebrochen bin. 

Ich glaube, dieser Lauf war  dann doch ein mega Highlight  im Jahr 2017. Zusammen mit Adrian, Holger und Birger konnten  wir in einer grandiosen Teamleistung auf Platz 1 auf dem Bonner Marktplatz einlaufen. 

 

Juli bis September 2017

Nach dem WiBoLt galt es dann doch für mich eine Entscheidung zu treffen. Die Knieschmerzen wurden leider nicht besser, ich war aber noch für die Rütli Challenge in der Schweiz (160km rund um den Vierwaldstätter See) angemeldet. Ich haderte immer wieder damit, an den Start zu gehen, entschied mich dann aber doch dagegen. Ich hatte den Lauf bei seiner Premiere 2014 breits mit vielen positiven Erinnerungen  gefinisht, so dass vielleicht sogar besser war, auf einen erneuten Start zu verzichten.

Anstatt der Reise in die Schweiz, nutzen Christine und ich die bereits eingetragene Urlaubstage um ein paar entspannte Tage in Osttirol und dem Lesachtal in Kärnten zu verbringen. Die Ruhe und die fabelhafte Bergwelt entlang des Lesach- und Gailtals  ist für uns der ideale Ort um Kraft zu tanken und runter zu kommen.

Natütlich konnte ich hier auf  den einen oder anderen Trailrun nicht verzichten. Diese kleinen Touren haben mich so stark inspiriert, dass ich beschlossen habe, 4 Wochen später den kompletten Karnischen Höhenweg von Silian bis ins Naßfeld in 4 Tagen zu laufen.  Somit hatte ich dann doch noch mein alpines Abenteuer in 2017.

Christine hat mich dann am Zielort abgeholt und wir haben nochmal ein wunderschönes Wochenende, bei herrlichem Wetter in Tröpolach verbracht.

Zurück vom Karnischen, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, unsere lieben Freunde, die gerade wieder beim Goldsteig Ultrarace unterwegs waren, auf der Strecke zu besuchen und zu motivieren. 

Abschließend zog es uns am letzten Septemberwochenende nochmal in den Bayerischen Wald zum Arberlandultratrail, der insgeheim auch mein letzter Ultra im Jahr 2017 war.

Thorsten und Andy im Ziel in Bodenmais

 

Oktober bis Dezember 2017

Langsam neigt sich die Trailsaison dem Ende zu, auch wenn es mittlerweile in der kälteren Jahreshälfte ein recht großes Ultra Angebot gibt.

Ich entschließe mich, noch 2 Wettkämpfe a 10 km  zu laufen, den Teufelsbergcrosslauf in der Aubinger Lohe, gleich bei und ums Eck und den Therme Geinberg Lauf bei unserem Lauffreund Norbert und seiner Familien in Oberösterreich.

Langsam wird es Zeit,  die Laufpläne fürs neue Jahr zu schmieden. Ich bin jedoch etwas zwiegespalten,  ob ich weiterhin an einer Vielzahl von offiziellen Wettkämpen teilnehmen möchte  oder mehr auf solo Projekte setzte, die für mich mehr Freiheit und keine Bewerbung um Startplätze bedeuten würden.

  Beides hat für mich seinen Reiz.

Auf der einen Seite macht es natürlich viel Spaß mit Gleichgesinnten, Verrückten bei einem Wettkampf teilzunehmen, zumal ich noch einigen Läufe auf meiner Bucketlist habe, auf der anderen Seite liebe ich die Freiheit bei Soloprojekten die Strecken, Etappen usw. selbst zu planen und sich niemandem unterordnen zu müssen.

Ich will noch nicht zu viel verraten, aber es wird wohl auch im Jahr 2018 eine Mischung aus beidem werden. Ein gewisser Teil des Jahres ist schon Fix, einiges ist aber auch noch in der Schwebe.

Lasst euch einfach überraschen und schaut ab und zu auf unserer Homepage oder auf Facebook vorbei.

Wir wünschen euch  einen  guten Rutsch ins neuen Jahr und das Allerbeste für das Jahr 2018.

Andy und Christine

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