Wenn der Winter mit Schnee und Eis  die Bergwelt fest im Griff hat, müssen wir Trailrunner uns Alternativen zum Laufen in den Bergen suchen. Auf die Gipfel zu verzichten ist für mich keine Option.  Im letzten Jahr hatte ich schon einmal einen Beitrag zum Thema „Trailrunning meets Schneeschuhe“ geschrieben. 
In diesem Beitrag möchte ich euch auf ein paar Schneeschutouren mitnehmen, die ich in den letzten Wochen unternommen habe.

Um mich ein bisschen inspirieren zu lassen, habe ich  mir 2 Bücher vom Bergverlag Rother zugelegt.  Dabei geht es mir nicht darum, die Touren eins zu eins  durchzuführen, sondern viel mehr ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, welche Gegenden sich fürs Schneeschuhgehen  gut eignen. Des Weiteren sind  auch Hinweise zu Einkehrmöglichkeiten, Parkplätzen, Lawinengefahren und Expositionen enthalten, was die Planung doch erheblich erleichtert.

Bereits am Freitag, wenn um 17 Uhr die Lawinenprognose für den Samstag  vom Lawinenwarndienst veröffentlicht wird, kann ich es kaum erwarten die Touren fürs Wochenende zu planen.  Da der zuverlässige Lawinenbericht erst am Samstag gegen 7:30 Uhr online geht, versuche ich mir immer Touren für alle Lawinenlagen parat zu legen, so dass ich am Samstag früh nur noch meine Sachen packen muss und los kann.

Samstag früh, spätestens um 6 Uhr klingelt mein Wecker. Nach einem schönen Frühstück packe ich dann meinen Rucksack. Zu meiner Grundausrüstung gehören neben Schneeschuhen und warmer Kleidung auch ein LVS Gerät und die Lawinengrundausrüstung, Grödel, Stöcke, Essen und Getränke. 

Nach dem endgültigen Lawinenlagebericht geht’s dann los (manchmal auch schon vorher). Jetzt gibt es kein Halten mehr, die Berge rufen.  Natürlich ist das Schneeschuhgehen noch lange nicht so beliebt, wie das Skitourengehen, aber man sieht von Jahr zu Jahr immer mehr Schneeschuhgeher auch im alpinen Gelände.

Wer jetzt denkt, dass man mit Schneeschuhen nur gemütliche Wanderungen im gemäßigten Tempo machen kann und das keinen positiven Effekt auf die Laufform hat, den muss ich enttäuschen.  Von den Sommerwegen ist im Winter nichts mehr zu sehen. Teilweise kann man sich noch an den Schildern orientieren, aber in der Regel hat der Winter seine eigenen Gesetzte. Auf den stark begangenen Routen, sind meist Spuren vorhanden an denen wir uns orientieren können. Aber Vorsicht, wir sollen immer darauf achten, die Spuren der Skitourengänger nicht kaputt zu machen. Wenn keine Spuren vorhanden sind, müssen wir uns selbst den Weg durch den Schnee suchen. Mit ein bisschen Übung hat man den dreh schnell raus, wie man im Winter in Richtung Gipfel spurt. 

Hier spürt man dann deutlich den Unterschied zum Sommer. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, man muss sich den besten Weg selbst suchen. Oft sind die Anstiege viel direkter möglich als das auf den Sommerwegen der Fall ist.  Aber Achtung, auch hier muss man immer wieder die Lawinengefahr im Auge behalten und mit Umsicht neue Spuren im Schnee ziehen. Wenn ihr dann im Aufstieg noch versucht, etwas Tempo zu machen, sind brennende Oberschenkel vorprogrammiert und das Training ist mindestens so effektiv, wenn nicht noch effektiver als im Sommer.

Eine kleine Tourenauswahl:

 

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